dorothy
Frühjahrsfrust und schlechtes Wetter

Das Wetter ist der Horror und obwohl ich gerade mal zwei Tage frei habe, habe ich bereits jegliches Gefühl für die Zeit verloren, was vielleicht auch ein wenig an dieser nervigen Zeitumstellung liegt. Ich mag Zeitumstellungen nicht, irgendwie kommt dann mein ganzer Biorythmus durcheinander und die Tage ziehen irgendwie an mit vorbei, zumindest in den ersten paar Tagen.

Der übliche Frühjahrsfrust ist auch wieder da. Meine beste Freundin hat neulich verkündet sie passe wieder in Größe 36. Das letzte Mal, dass ich in 36 gepasst habe war mit 14 glaube ich, also schon ein paar Jahre her. Ich trage seit ein paar Jahren zwar auch wieder 38, aber es ist mir nicht genug und der Blick in den Spiegel ist immer noch wie ein stummer Krieg, den ich gegen mich selbst führe.
A. hat abgenommen, weil sie einfach nicht mehr isst, zumindest nicht mehr viel, aber A. war auch nie dick, sie war immer die schlanke und hübsche, in deren Schatten wir uns aufhielten. Sie ist groß, schlank und blond mit langen dünnen Beinen und einer Wespentaille, schon immer und jetzt ist sie noch dünner und ich? Ich bin und bleibe das kleine Pummelchen, dass sich harte 15kg weg trainiert hat und seit dem auf diesem blöden Gewicht rum stagniert als wenn es nichts besseres auf der Welt geben würde.
Ich habe nicht die Disziplin mit dem Essen einfach aufzuhören, dafür esse ich auch einfach zu gerne und wenn ich anfange Kalorien zu zählen werde ich zickig und ungenießbar weil mich alles frustriert und ich auf so vieles verzichten muss. Kotzen kann ich auch nicht, weil ich dieses Gefühl keine Luft zu bekommen nicht aushalte, es ist schon schlimm genug wenn ich Krank bin oder einen Kater habe.
Sport machen kann ich im Moment leider immer noch nicht, der Husten geht nicht weg und ich kann nicht einmal lange lachen ohne einen Hustenanfall zu bekommen, ich frage mich ob mein Körper das mit Absicht macht.

Sobald ich wieder Fit bin wird der Sportplan wieder durchgezogen. Die anderen Mädchen wünschen sich meine Hilfe, damit ich sie motiviere, weil ich immer die motivierte bin wenn es um Sport geht, aber ich kann ihnen im Moment nicht helfen, ich brauche meine Kraft und Motivation für mich selber, aber das gefällt ihnen nicht. Sie halten mich für egoistisch und sagen ich brauche nicht mehr abnehmen, meine Figur sei super, alle würden mich beneiden, aber ich weiß, dass sie lügen und ich weiß, was sie hinter meinem Rücken sagen, über den neuen Bikini und meine Figur. Es macht mich traurig und ich bin neidisch auf A. weil sie es einfach macht. A. weiß nicht einmal wie es ist wenn man einen dummen Spruch rein gedrückt bekommt weil man nicht so hübsch ist oder weil man dick ist, sie war es nie. Und trotzdem schafft sie es einfach, nur weil ihr gerade danach ist, weil sie in irgendeinen Bikini von vor fünf Jahren passen möchte.

Zum Glück beginnt nächste Woche auch wieder die Vorlesung und das Praktikum in der FH. Dann bin ich meistens von morgens bis abends dort und habe keine Zeit zu essen, weil so viele Dinge wichtiger sind. Für Abends habe ich bereits ein paar Rezepte raus gesucht und am Wochenende wird schon mal ein wenig Chia-Brot gebacken für das Frühstück. Ostern wird dieses Jahr zum Glück recht unspektakulär, kein großes Essen, vielleicht ein gemütlicher Brunch mit meiner Mutter, also alles auszuhalten. Alkohol kommt mir auf die Liste der Dinge, die absolut nicht gehen in der nächsten Zeit, Süßigkeiten und Chips stehen dort ja bereits seit der Fastenzeit, mal sehen was ich noch hinzufüge.

Euch allen wünsche ich noch eine schöne Woche und lasst euch nicht von diesem schrecklichen Wind da draußen weg wehen und passt auf euch auf. Das Wetter ist schrecklich, der Bahnverkehr hier liegt bereits lahm und der Blick nach draußen macht die Laune auch nicht wirklich besser.

WIR WOLLEN PERFEKT SEIN, WEIL ES UNS GLÜCKLICH MACHEN SOLL. WIESO HABE ICH DANN NOCH NIE EINEN ANNÄHERND GLÜCKLICHEN MENSCHEN GESEHEN, WÄHREND ER NACH ‘PERFEKTION’ STREBTE?
31.3.15 16:31


Zwischen Erkältung, Leben und Klausurstress

Ich bin ein wenig genervt. Morgen ist die letzte Klausur für diese Klausurphase, physikalische Chemie, eigentlich bin ich nicht einmal schlecht in diesem Fach, dennoch ist die übliche Panik mal wieder da und ich habe Angst, morgen einfach nichts hin zu bekommen. Ich werde - für mein eigenes Gewissen - heute Abend noch die zwei Übungsklausuren machen, aber jetzt ist erst einmal ein wenig Pause angesagt.
Fit bin ich leider auch nicht, mal wieder eine Erkältung, die dieses Jahr scheinbar einfach nicht richtig verschwinden möchte, was mich ebenfalls ärgert, da ich deswegen im Moment nicht einmal Sport machen kann, obwohl ich es definitiv mehr als nötig hätte.

Die Woche war bisher wie alle Wochen während der Klausurphasen, morgens wird gelernt und mittags werden die Dinge aufgeholt, die sich eben so anhäufen nebenbei. Heute muss ich noch in die Stadt, ein paar Besorgungen machen und die Wohnung möchte auch noch aufgeräumt und geputzt werden - klingt ganz nach der üblichen Prokastination um sich vor dem lernen zu drücken, aber eigentlich habe ich genug getan.
Morgen Abend wird dann auch wieder gefeiert, zusammen mit meinen lieben Studenten, die ich mittlerweile sehr ins Herz geschlossen habe, immerhin ziehen wir uns mittlerweile schon seit 1 1/2 Jahren gegenseitig durch das Studium, wofür ich sehr dankbar bin, es sind wirklich vernünftige und nette Menschen und ich bin froh sie kennen gelernt zu haben.

Mein Papa hat mir gestern einen neuen Fernseher gekauft, den ich eigentlich nicht haben wollte und der eigentlich im Moment nicht drin sitzt, mit dem Tutorium und der Nachhilfe verdiene ich nicht all zu viel Geld und die Mädels aus meiner Clique wollen nächsten Monat gerne mit allen zusammen nach Oberhausen zum Shoppen. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass ich mir großartig etwas kaufen werden, aber trotzdem fühlt es sich besser an, wenn man das Geld wenigstens dabei hatte, dann kann man sich nachher wenigstens damit trösten, dass es möglich gewesen wäre etwas zu kaufen.
Ich hasse Shoppen, mehr als alles andere auf der Welt, denn jedes Mal stelle ich aufs Neue dabei fest, dass mir nichts von dem was ich schön finde steht und dann sind da noch meine scheinbar perfekten Freundinnen, die ich wirklich sehr gerne habe, aber diese Probleme scheinbar nicht zu kennen scheinen. Ich freue mich, dass sie sie nicht haben, denn es ist schrecklich, der einzige Mensch, mit dem ich mich traue wirklich Shoppen zu gehen ist meine Mutter, denn sie ist die einzige, die jede meiner Schwachstellen kennt und vor der ich mich nicht dafür schämen brauche. Außerdem sucht sie mir nie Klamotten aus, in denen ich unvorteilhaft aussehe oder zwingt mich dazu etwas verboten knappes anzuziehen, in dem man nur noch deutlicher sieht wie unperfekt ich doch bin.
Meine Mädels machen das nicht mit bösem Hintergedanken, sie wollen nur Spaß mit mir haben und Sachen anziehen, die keiner von uns jemals wirklich Anziehen würde und ich lache mit ihnen, aber wenn ich Abends nach Hause komme fange ich an zu weinen, weil es mir im Nachhinein so peinlich ist, aber ich will ja auch nicht die Spielverderberin sein.
Ich schweife ab, ich habe jetzt jedenfalls einen neuen Fernseher, größer als der Alte, was nicht unbedingt schlecht ist, aber es hätte auch nicht sein müssen, aber Papa hat sich selbst so sehr drüber gefreut, dass ich ihn einfach annehmen musste, den Alten hat mein Neffe jetzt bekommen, wofür weiß ich nicht genau, er gibt sich zumindest keine Mühe gute Noten nach Hause zu bringen oder im Haus oder sonst wo mit zu Helfen, er lässt sich ganz gut aushalten von Papa und Mama, aber so sind sie nun Mal, meine Eltern, gut zu den Leuten die 'Probleme' haben, deswegen mag meine Mutter mich wahrscheinlich auch nur halb so gerne wie die anderen, weil ich einfach keine 'Probleme' habe, zumindest keine offensichtlichen.
Bevor ich wieder anfange abzuschweifen beende ich den Beitrag an dieser Stelle und wünsche euch allen noch einen schönen Rest vom Donnerstag und dass ihr den Freitag noch gut überstehen mögt, bevor ihr ins Wochenende starten könnt.

SOMETIMES, THE HARDEST THING TO WEAR IS OUR OWN SKIN.
26.3.15 14:29


#1 Wutgedanken

WIR SIND ALLE NUR EIN HAUFEN SCHERBEN DER ES NICHT EINMAL WERT WÄRE ZUSAMMENGEKEHRT ZU WERDEN. UND DARAN SIND VERDAMMT NOCH MAL NUR WIR SCHULD UND KEIN ANDERER.
25.3.15 18:22


Alfred Hitchcock

DIE ANGST STECKT NICHT IM KNALL, SONDERN NUR IN DESSEN ERWARTUNG.
25.3.15 16:46


Weil das Leben nicht immer nur sonnig sein kann...

Einer Tatsache, der wir uns allen bewusst sind und trotzdem trifft es uns immer wieder hart wenn die dunklen Wolken aufziehen und der glatte Asphalt in Schotter und Schlaglöcher übergeht.
Es ist meistens so nahtlos, dass man die Grenzen beinahe sehen kann, man bräuchte eigentlich nur die Hand ausstrecken und würde wieder die Sonnenseite berühren, aber man stößt gegen eine unsichtbare Wand, die einen auf die andere Seite sperrt.
Manchmal weiß ich nicht einmal genau warum es passiert, manchmal sind es Sachen die eigentlich schon länger her sind aber mich später erst runter ziehen, obwohl ich eigentlich gedacht hatte, dass ich sie locker weg gesteckt hätte. Manchmal glaube ich dann irgendwas in meinem Unterbewusstsein macht das mit Absicht, als wenn ich es selbst nicht ertragen könnte einfach glücklich zu sein, als wenn irgendein masochistischer Teil in mir wollte, dass ich traurig bin und Schmerz verspüre. Als wenn ich einfach nicht in der Lage wäre das Leben einfach zu genießen so lange gerade mal die Sonne scheint…
Versteht ihr das?!
25.3.15 16:42


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